Um dem Wochenstreß mal etwas Paroli bieten zu können, habe ich mich heute nachmittag mal wieder gen Schanze begeben, bin die unzähligen Stufen hinauf gekrochen und habe fast sämtliche Körperteile der Kälte ausgesetzt. Und so sind zwischen 14 und 15 Uhr ein paar imposante Schnappschüsse entstanden, die ich natürlich nicht vorenthalten will, jedoch möchte ich anmerken, daß der rechte große Zeh noch immer nicht das Bewußtsein wieder voll erlangt hat, die Finger und Hände sind ähnlich arm dran, jedoch reicht es bei ihnen nur zu einer leichten Trübung der motorischen Fähigkeiten. So ein fetter Handschuh trifft aber auch leider nicht den Auslöser, bedauerlich …
Falun
Eis(wuchs).
Vor meiner Uni steht ja ein Springbrunnen, gern auch Fontäne genannt, der trotz klirrender Kälte lustig und munter sein Wasser spuckt, so daß er auf dem besten Wege ist, wieder seinem Namen als Wassereisklops im Winter gerecht zu werden. Freilich habe ich versucht, das einmal auf Bildern festzuhalten, und ich finde nicht, man sieht, es ist ein Springbrunnen …
Zurück zum Ernst (des Lebens).
Ja, ich habe zur Kenntnis genommen, daß ich schon lange nichts mehr verlautbaren ließ, das macht aber auch rein gar nichts, denn ist eigentlich auch nicht viel passiert. Zwei Menschen wurden in der letzte Woche von Bären angegriffen, einer in der Nähe von >>> Kramfors und einer in der Nähe von >>> Bollnäs, sie haben überlebt. Der >>> X2000, Paradezug der heimischen Eisenbahngesellschaft >>> SJ und ICE des Nordens, muß mit seiner gesamten Flotte in die Werkstatt, Alterserscheinungen, sie sind wohl müde, die Züge. Außerdem ist der Schnee weg, es nebelt viel, die Laune hält sich in Grenzen. Die Birne macht hier und da mal wieder Theater, aber doch überlebbar. Die Uni ist wie immer großartiger Mist, ich weigere mich beharrlich, gewisse schwedische Denkweisen innerhalb des pädagogischen Systems zu übernehmen, was auf wenig Gegenliebe bei meiner Seminarleiterin trifft, von meiner anleitenden Lehrerin an der Svärdsjöskolan hingegen begrüßt wird. Die Wochenenden gehen im Moment, Überraschung, mal wieder für Reflexionen und Unterrichtsplanungen drauf, ich weiß schon gar nicht mehr, wie ein Wald von innen aussieht, also zumindest hier in Falun. Den in Svärdsjö sehe ich ja beinahe alltäglich. So auch morgen, wenn ich mich wieder auf den Weg schwingen darf, eher in den Bus, um dann der Achten Kleidung schmackhaft zu machen, in sprachlicher Hinsicht. Und sollte wider Erwarten irgendwas spannendes passieren, so ein fliegender Elch unseren Weg kreuzt oder die Welt sich aufhört zu drehen, dann wird es hier, wie immer, sofort bequascht, erzählt und ausgeschlachtet. Den Lesern wünsche ich einfach einen guten Start in die neue Woche, und viele Grüße aus der falunschen Einheitssuppe, der grauen, naßkalten, dunklen.
(eis)Kalt
Gar nicht vieler Worte will ich frönen, aber ein herrliches Wetterchen heute, bei angenehm wohltemperierten, gar lauschig erfrischenden 5°C minus, blauer Himmel, Winterwetter einfach. Im Stübchen knackt und kracht es immer noch, aber es scheint, dank moderner Hausmittel, ich nenne da einfach mal die Nasenspülung mit einer Salzlösung als Beispiel, sieht sich die Sinusitis auf dem Holzweg und im Zuge dessen wahrscheinlich auch auf dem absteigenden Ast. Jo, und nun ein schönes Wochende wünschend, nicht jedoch ohne ein paar Eindrücke hinterlassend, die sich mir heute morgen beim Herumschleichen um Britsen eröffneten: